Die Bedrohung von Schaf-, Ziegen- und Rinderherden durch Wölfe wird mit wachsender Population immer größer. Umso verständlicher ist es, dass Halter von Weidetieren nach Möglichkeiten suchen, ihre Herden vor Wolfsübergriffen zu schützen.
Neben geeigneten Zäunen und dem Einsatz von Herdenschutzhunden werden dazu auch immer wieder Lamas und Esel in Betracht gezogen, zum Teil von Wolfsbeauftragen und Umweltministerien sogar empfohlen.
Jedoch ist die Haltung von Eseln in solchen Herden nicht so einfach, wie es publiziert wird. Der Esel ist kein Weide-, sondern ein Wüstentier.
Esel können zwar mit Lautstärke und Wachsamkeit auf Gefahren hinweisen, doch sie können keine Wölfe vertreiben und sind selbst als Beutetiere gefährdet. Zudem widersprechen die Haltungsansprüche der zu schützenden Weidetiere elementaren Haltungsbedingungen für Esel (z. B. Nährstoffangebot, Witterungsschutz).
Die Haltung eines Esels aus dem Motiv Herdenschutz ist abzulehnen.
Gern beraten wir Weidetierhalter, Behörden, Naturschutzverbände und alle anderen Interessierten.
Entsprechendes Infomaterial stellen wir auf Wunsch gern zur Verfügung.
Kontaktdaten Wolfsbeauftragte der Noteselhilfe e.V.:
Uta Over
Tel. 033675/729688
Mail: Uta.Over@t-online.de

